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Fragen & Antworten: Wind und Standsicherheit


Hier finden sie Antworten zu den folgenden häufig gestellten Fragen:

Wind und Standsicherheit

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8.1 Was ist ein Beaufort?


Als Beaufort bezeichnet man Einheit von Windgeschwindigkeiten (Windstärken); nach Admiral Sir F. Beaufort (1806).
Die Beaufort-Skala:
Windstärke in Bft 0: Windstille, (0 kn)
Windstärke in Bft 1: leiser Zug (1 kn - 1 bis 2 m/s - 1 bis 5 km/h)
Windstärke in Bft 2: leichte oder flaue Brise (4 bis 6 kn - 2 bis 3 m/sec - 6 bis 11 km/h)
Windstärke in Bft 3: schwache Brise, schwacher Wind (7 bis 10 kn - 4 bis 5 m/sec - 12 bis 19 km/h)
Windstärke in Bft 4: mäßiger Wind (11 bis 16 kn ? 6 bis 7 m/sec- 20 bis 28 km/h)
Windstärke in Bft 5: frischer Wind (17 bis 21 kn ? 8 bis 10 m/sec - 29 bis 38 km/h)
Windstärke in Bft 6: starker Wind (22 bis 27 kn ? 11 bis 13 m/sec - 39 bis 49 km/h)
Windstärke in Bft 7: steifer Wind (28 bis 33 kn ? 14 bis 16 m/sec - 50 bis 61 km/h)
Windstärke in Bft 8: stürmischer Wind (34 bis 40 kn ? 17 bis 20 m/sec - 62 bis 74 km/h)
Windstärke in Bft 9: Sturm (41 bis 47 kn ? 21 bis 24 m/sec - 75 bis 88 km/h)
Windstärke in Bft 10: schwerer oder starker Sturm (48 bis 55 kn ? 25 bis 28 m/sec - 89 bis 102 km/h)
Windstärke in Bft 11: orkanartiger Sturm (55 bis 63 kn ? 29 bis 32 m/sec - 103 bis 117 km/h)
Windstärke in Bft 12: Orkan ( >64 kn ? >33 m/sec - >118 km/h)

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8.2 Wie erfahre ich die aktuelle Windstärke in meiner Region?


Neben den Windmessgeräten die am freien Markt erhältlich sind, können Sie sich auch online unter www.wetter.de erkundigen wie die aktuelle Windgeschwindigkeit bei Ihnen ist.

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8.3 Welche Standsicherheit gilt für die Fahnenmasten nach DIN EN 1991-1-4/NA?


Das hängt von Masttyp, Nennhöhe und Einbauart ab. Die Übersicht je Serie nach DIN EN 1991-1-4/NA finden Sie in unserem Ratgeber.

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8.4 Wie standsicher ist das Mastrohr im unbeflaggtem Zustand?


Das hängt von der Serie ab. Zylindrische Masten mit 75 und 90 mm Durchmesser sind laut Datenblatt unbeflaggt nach DIN EN 1991-1-4/NA für die Windzone I nachgewiesen. Für GFK-Masten nennt das Datenblatt unbeflaggt 160 km/h. Maßgeblich ist das Datenblatt Ihres Mastes.

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8.5 Welche Windzonen gibt es und welche Fahnenmasten werden in den unterschiedlichen Windzonen empfohlen?


Deutschland ist nach DIN EN 1991-1-4/NA in vier Windzonen eingeteilt. Maßgeblich ist der Basiswert der Windgeschwindigkeit vb,0 an Ihrem Aufstellort:

Windzonevb,0entspricht ca.typische Lage
Windzone 122,5 m/s81 km/hBinnenland Süd- und Mitteldeutschland
Windzone 225,0 m/s90 km/hgroße Teile Mittel- und Ostdeutschlands
Windzone 327,5 m/s99 km/hnorddeutsches Binnenland, Küstenhinterland
Windzone 430,0 m/s108 km/hNord- und Ostseeküste sowie Inseln

Welche Windzone gilt bei mir? Die Zuordnung erfolgt nach Landkreis bzw. kreisfreier Stadt. Die vollständige Karte finden Sie hier:
» Windzonenkarte Deutschland als PDF herunterladen

Was bedeutet die Angabe auf der Produktseite? In den technischen Daten unserer Masten finden Sie eine Angabe wie „unbeflaggt nach DIN EN 1991-1-4/NA Windzone I“. Das ist der statische Nachweis des Mastrohrs – er sagt, bis zu welcher Windzone der Mast ohne Fahne rechnerisch nachgewiesen ist. Diese Angabe ist kein Ausschlusskriterium für höhere Windzonen, sondern die Grundlage für die Auslegung.

Ich wohne in Windzone 2, 3 oder 4 – was nun? Dann ist die Ausführung entscheidend: Art der Bodenbefestigung (Bodenhülse oder Kipphalterung), Fundamentgröße, Masthöhe und vor allem die Fahnengröße. Häufig lässt sich derselbe Mast durch eine andere Befestigung oder eine kleinere Fahne auch in einer höheren Windzone einsetzen. Bei mehreren unserer Baureihen ist die Standsicherheit bis Nennhöhe 9 m serienmäßig auch für Windzone 2 gewährleistet.

Bitte fragen Sie uns: Nennen Sie uns Aufstellort (PLZ), gewünschte Masthöhe und Fahnengröße – wir prüfen die Eignung für Ihre Windzone und nennen Ihnen die passende Ausführung. Telefon 09833 98894-0 oder über unser Kontaktformular.

Hinweis: Maßgeblich für die Standsicherheit am konkreten Standort ist immer der Einzelnachweis nach DIN EN 1991-1-4/NA unter Berücksichtigung von Geländekategorie, Gebäudeumfeld und Fundament. Bei Sturmwarnung ist die Fahne einzuholen.


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8.6 Dreht sich die Fahne am Ausleger mit dem Wind mit?


Ja – bei Masten mit drehbarem Ausleger dreht sich der Ausleger frei mit dem Wind, die Fahne stellt sich also von selbst in die Windrichtung. Das ist ausdrücklich so gewollt: Der Ausleger darf auf keinen Fall in einer Richtung festgesetzt werden, sonst kann er dem Wind nicht ausweichen und die Belastung auf Mast und Fahne steigt. Der Mast selbst steht dabei drehfest in der Bodenhülse. Bei Masten mit Drehlagerung 360° dreht das Mastrohr komplett mit – Fahne und Hissvorrichtung gehen dann gemeinsam „aus dem Wind“.

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8.7 Sind die Fahnenmasten statisch nachgewiesen (Angaben fürs Bauamt)?


Ja, im beflaggten Zustand nach DIN EN 1991-1-4/NA. Serienmäßig deckt nicht jeder Mast jede Windzone ab: Die meisten Serien sind für Windzone 1 nachgewiesen, Masten mit 75 mm Durchmesser bis 8 Beaufort. Die Übersicht steht im Ratgeber zu sturmsicheren Fahnenmasten. Für alle Standardtypen und Nennhöhen gibt es dazu Musterstatiken, laut Hersteller für die Windzonen 1 bis 4. Verlangt Ihr Bauamt für den Bauantrag Unterlagen, sagen Sie uns bitte Masttyp, Nennhöhe und den Aufstellort – dann besorgen wir Ihnen die passende Musterstatik. Liegt der Aufstellort in einer Lage mit erhöhter Windlast (auf Gebäuden, in Bergen, in seenahen Lagen oder auf Inseln), empfiehlt sich ein statischer Nachweis im Einzelfall. Passt ein Mast nicht zur Windzone, gibt es drei Wege: eine Mastrohrverstärkung im Fußbereich, den nächstgrößeren Rohrquerschnitt bei gleicher Nennhöhe oder eine kleinere Fahnenfläche. Ein großer Teil des Programms ist zusätzlich vom TÜV Rheinland zertifiziert und trägt das GS-Zeichen.