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Fahnenmasten sturmsicher kaufen und benutzen

Sturmsicherer Fahnenmast im Wind

Kurz gesagt: Die Standsicherheit hängt von der Serie ab: Masten mit 75 mm Durchmesser sind beflaggt bis Windstärke 8 (74 km/h) ausgelegt, die meisten weiteren Serien nach DIN EN 1991-1-4/NA für die Windzone I. Halten Sie die zulässige Fahnengröße ein, nehmen Sie die Fahne spätestens ab Windstärke 10 ab und legen Sie den Mast spätestens ab Windstärke 12 um. Für Küste und exponierte Lagen klären wir den passenden Mast mit Nachweis.

Fahnenmasten sind großen Belastungen ausgesetzt, wenn Stürme aufkommen. Deshalb sollten Sie schon beim Kauf auf wichtige Kriterien achten und später dann den Fahnenmast richtig handhaben. Denn Sie sollen lange Freude an Ihrem Fahnenmast haben, auch wenn klimabedingt immer mehr Stürme aufkommen.

Und ein im Sturm umgeknickter Fahnenmast ist schließlich nicht nur ärgerlich, sondern er kann auch erhebliche Schäden verursachen (z. B. wenn er auf Autos, Gebäude oder ähnliches fällt oder gar Menschen verletzt).

Sturmsichere Fahnenmasten kaufen

Auf was sollte man achten, um Fahnenmasten sturmsicher zu kaufen? Zuerst einmal sollten Sie bedenken, dass je nach Region in Deutschland die Windlast sehr unterschiedlich ist und deshalb je nach Standort auch unterschiedliche Arten von Fahnenmasten sinnvoll sind.

Deutschland ist dafür nach DIN EN 1991-1-4/NA in vier Windzonen eingeteilt. Je nachdem, in welcher Windzone Sie Ihren Fahnenmast aufstellen wollen, empfehlen sich unterschiedliche Ausführungen. Eine genaue Aufstellung finden Sie am Ende dieser Seite.

Außerdem sollten Sie auf eine nachgewiesene Standsicherheit achten. Für unser Standardprogramm ist sie je Serie angegeben, die Übersicht finden Sie in der Tabelle am Ende dieser Seite. Für GFK-Masten gibt es keine statische Berechnung nach DIN EN 1991-1-4/NA.

Die Werte unterscheiden sich je nach Serie: Masten mit 75 mm Durchmesser sind beflaggt bis Windstärke 8 (74 km/h) standsicher, die meisten weiteren Serien sind nach DIN EN 1991-1-4/NA für die Windzone I nachgewiesen. Musterstatiken erhalten Sie für unser Standardprogramm auf Anfrage kostenfrei.

Beachten Sie bitte, dass bei allen Angaben zur Standsicherheit immer zwischen aufgezogener Fahne und Fahnenmast ohne Fahne zu unterscheiden ist und auch die Art (z. B. Ausleger oder freiwehend) und Aufstellung des Fahnenmasts sowie die Fahnengröße eine Rolle spielen. Außerdem können Fahnenmasten mit höherem Alter ermüden und sind dann weniger stabil bei Sturm.

Tipp: Innenliegendes Hissseil ist bei Sturm besser

Der entscheidende Punkt bei Sturm: der Fahnenmast sollte dem Wind so wenig Angriffsfläche wie möglich bieten. Gerade die Hiss-Vorrichtungen wie das Hissseil, Schlaufen, Schlitten und Rutscher sind hier wichtig (abgesehen von der Fahne selbst natürlich). Ein wichtiger Punkt: innenliegende Hissseile sind vor dem Wind geschützt, bieten wenig Angriffsfläche und schlagen bei Sturm viel weniger gegen den Mast. Das belastet damit das Material insgesamt viel weniger und vermeidet auch noch den durch das Schlagen auftretenden Lärm.

Material sturmsicherer Fahnenmasten

Das Material, aus dem Fahnenmasten am häufigsten sind – nämlich Aluminium – ist gut geeignet auch stärkeren Winden zu widerstehen. Vorausgesetzt allerdings, der Fahnenmast wird richtig gehandhabt, sprich bei einer höheren Windstärke zuerst die Fahnen abgenommen und bei noch stärkeren Stürmen der Fahnenmast auch umgelegt (mehr zur Handhabung von Fahnenmasten bei Sturm sie weiter unten auf dieser Seite).

Es gibt allerdings Situationen, bei denen Fahnenmasten noch mehr aushalten müssen. Gerade im gewerblichen Bereich ist es aber oft so, dass z.B. am Wochenende oder in der Nacht niemand da ist, der die Fahnen abnehmen könnte. Wer hier auf Nummer sicher gehen will, kann daher für einen gewerblichen Einsatz auf Edelstahl als Fahnenmasten-Material setzen, das noch höhere Stabilität bietet als Aluminium (allerdings auch preislich merklich höher liegt). Lassen Sie sich hier am besten von unseren Fachleuten persönlich beraten.

Können Ihre Fahnen frei auswehen, halten Sie die maximale Fahnengröße ein und sie nehmen diese bei höheren Windstärken auch ab, dann sind die preisgünstigeren Aluminium-Masten für den Normalfall und insbesondere für die private wie gewerbliche Verwendung völlig passend und ausreichend sturmsicher.

Soll der Fahnenmast allerdings im Küstenbereich aufgestellt werden, sind besonders stabile Fahnenmasten notwendig, also eher die Typen EA-W oder EA-K. Wir beraten Sie in solchen speziellen Fällen aber mit unserem Fachwissen gerne zu Materialwahl, notwendigen Durchmessern, eventuellen Verstärkungen etc.

Fahnenmasten sturmsicher aufstellen

Ein wichtiger Punkt für die Standsicherheit bei Sturm ist die Halterung. Gerade im unteren Bereich des Fahnenmastes und auf die Halterung sind die Kräfte auf den Fahnenmast besonders hoch – erst recht bei Sturm.

Sie benötigen unbedingt eine zum Fahnenmast passende Bodenhülse, in die der Mast beim Aufstellen eingeklemmt wird (Alternativ gibt es Kipphalterungen, Wandhülsen oder Mastspinnen bzw. Köchersterne). Diese Bodenhülse muss in ein ausreichend großes Fundament gegossen werden. Die Größe des Fundaments ist abhängig vom Masttyp und insbesondere der Fahnenmast-Höhe – halten Sie sich hier unbedingt an die Mindestvorgaben für den jeweiligen Mast, sonst steht dieser eventuell nicht sturmsicher (wir vom fahnenmasten-shop.de legen selbstverständlich jedem gelieferten Mast eine ausführliche Information diesbezüglich bei und stehen für Fragen jederzeit zur Verfügung). Mehr zum Aufstellen erfahren …

Aufstellorte mit erhöhter Windlast

Überlegen Sie auch gut, wo genau Sie den Fahnenmast aufstellen. Steht er durch Bäume oder Häuser etwas windgeschützt? Oder zufällig genau an einer Stelle, an der der Wind immer besonders stark durchzieht? Das sollten Sie beim Kauf schon mitberücksichtigen. Gerne beraten wir Sie dann zur Auswahl hinsichtlich Maststärke oder auch speziellen Verstärkungen.

Werden die Maste sogar an ganz besonderen Orten aufgestellt – also zum Beispiel auf Gebäuden, in den Bergen, auf Inseln oder auf Geländeerhöhungen – dann müssen Sie sogar einen statischen Nachweis im Einzelfall führen. Musterstatiken erhalten Sie von fahnenmasten-shop.de unentgeltlich, individuelle statische Berechnungen in prüfbarer Form können wir Ihnen gegen Berechnung der Selbstkosten für Ihren Einzelfall erstellen und sie so unterstützen, zu einem sicheren Fahnenmast zu kommen und die gesetzlichen Anforderungen zu erfüllen.

Fahnenmast bei aufziehenden Sturm richtig handhaben

Fahnenmasten sind nur so sturmsicher, wie Sie Ihren Fahnenmast auch richtig benutzen. Deshalb wollen wir Ihnen hier wichtige Tipps geben, wie Sie teure Sturmschäden vermeiden.

Tipp 1: Fahnen rechtzeitig abnehmen

Halten Sie die maximale Fahnengröße laut Datenblatt Ihres Mastes ein, je nach Serie und Höhe zum Beispiel 3 × 1,20 m, 4 × 1,50 m oder 5 × 1,50 m. Die Fahne sollte ein Flächengewicht von maximal 155 Gramm pro Quadratmeter (Spunpolyester) haben und frei auswehen können. Bis zu welcher Windbelastung Ihr Mast beflaggt standsicher ist, steht je Serie in der Tabelle am Ende dieser Seite. Masten mit 75 mm Durchmesser sind nur bis Windstärke 8 (74 km/h) ausgelegt, dort muss die Fahne spätestens dann herunter.

Allerdings sind auch schon bei Windstärke 7 und 8 die Kräfte auf Fahne und Mast nicht unerheblich. Gerade auch die Fahne wird hier in Mitleidenschaft gezogen. Es ist daher zu empfehlen, schon ab einer Windgeschwindigkeit von 70 km/h (also Windstärke ca. 8) die Fahne einzuholen. Ihr Geldbeutel wird es Ihnen danken, weil Sie nicht so oft neue Fahnen kaufen müssen.

Bei allen Masten gilt: Spätestens ab Windstärke 10 müssen Sie die Fahnen unbedingt abnehmen. Eine beflaggte Standsicherheit kann hier nicht mehr garantiert werden.

Achtung: bei Fahnenmasten mit Auslegern sollten die Ausleger auf keinen Fall in eine Richtung festgesetzt werden, damit sie sich immer in den Wind drehen können.

Tipp 2: Fahnenmast umlegen bei starkem Sturm

Steigen die Windstärken noch weiter, werden die Windkräfte sehr stark, auch auf Fahnenmasten ohne Fahnen. Selbst wenn der Fahnenmast nicht sofort umknickt, wird er stark belastet und das Material ermüdet mit der Zeit immer mehr. Es ist daher einerseits sicherer und zum anderen haben Sie länger Freude an Ihrem Fahnenmast, wenn sie ihn ab spätestens Windstärke 12 (besser noch etwas früher) umlegen und so aus dem Wind nehmen.

Besonders einfach geht das Umlegen übrigens, wenn Sie einen Fahnenmast mit Kipphalterung ausgewählt haben.

Tipp 3: Alterung und Pflege von Fahnenmasten

Fahnenmasten altern mit der Zeit (wie jedes andere Produkt auch). Immerhin stehen Sie den ganzen Tag in Wind und Wetter und sind eigentlich laufend in Bewegung (außer bei Windstille). Kein Wunder, dass der Material irgendwann ermüdet.

Natürlich haben die Fahnenmasten des fahnenmasten-shop.de eine sehr lange Lebensdauer und Sie werden viele Jahre daran Freude haben. Diesen Zeitraum können Sie aber nochmal weiter verlängern und den Mast sturmsicher halten, wenn Sie ihn gerade im Bereich der Bodenhülse gut pflegen. Vermeiden Sie, dass der Mast mit ungewünschten Materialien in Verbindung kommt, die ihn angreifen könnten. Das kann z.B. der Urin von Hunden sein aber auch schon irgendwelche unnötig scharfen Reinigungsmittel. Auch wenn Sie immer wieder mit dem Rasenmäher gegen den Mast fahren oder Kinder mit Ihrem Spielzeug daran schlagen, ist das nicht gerade förderlich für dessen langfristige Stabilität.

Schützen Sie daher Ihren Mast – damit er auch sehr lange sturmsicher bleibt.

Windzonen und empfohlene Fahnenmasten

Deutschland ist nach DIN EN 1991-1-4/NA in vier Windzonen eingeteilt. Die Zone 1 hat die geringste, die Zone 4 mit Nord- und Ostseeküste und den Inseln die höchste Windlast.

Welche Zone ein Mast abdeckt, hängt von der Serie ab. Masten mit 75 mm Durchmesser sind beflaggt bis 8 Beaufort (74 km/h) standsicher. Die meisten weiteren Serien sind beflaggt für die Windzone I nachgewiesen. Die elliptischen Masten EA-W und EA-K sind in einem Teil der Höhen für die Windzone II nachgewiesen. Alle Angaben gelten nur mit der jeweils zulässigen Fahnengröße.

Für alle Standardtypen und Nennhöhen gibt es laut Hersteller kostenfreie Musterstatiken für die Windzonen 1 bis 4. Passt ein Mast serienmäßig nicht zur Windzone, gibt es drei Wege: eine Mastrohrverstärkung im Fußbereich, den nächstgrößeren Rohrquerschnitt bei gleicher Nennhöhe oder eine kleinere Fahnenfläche. Nennen Sie uns dafür Masttyp, Nennhöhe und Aufstellort. Auf Gebäuden, in Bergen, in seenahen Lagen oder auf Inseln empfiehlt sich ein statischer Nachweis im Einzelfall.

Übersicht Standsicherheit der Masten des fahnenmasten-shop.de

Die Standsicherheit nach DIN EN 1991-1-4/NA finden Sie für alle Fahnenmasten aus unserem Standard-Sortiment in der folgenden Tabelle. Sie kann Ihnen schon einmal helfen, den richtigen Fahnenmasten-Typ zu ermitteln. Und natürlich beraten wir Sie mit unseren Fachleuten ausführlich persönlich. Setzen Sie sich jederzeit gerne mit uns in Verbindung über info@fahnenmasten-shop.de oder telefonisch unter 09833-988940.

Standsicher beflaggt
Nennhöhe
Ø in mm
zylindrische Masten
Konische Masten
elliptische Masten
Bemerkung
bis 8 Bft (74 km/h)
5-8 m
75 x 3 mm
Z75/Z-BY/S75
--
bis 8 Bft (74 km/h)
5-8 m
75 x 3 mm
ZI75/ZI75K
--
bis 8 Bft (74 km/h)
5-8 m
75 x 3 mm
ZD75
--
bis 8 Bft (74 km/h)
5-8 m
75 x 3 mm
ZA/ZA75K
--
Windzone I
6-8 m
90x 3 mm
Z90/S90
--NH 8,0 m nur auf KH WZ I, ansonsten 9 Bft
Windzone I
6-8 m
90x 3 mm
ZI90/ZI90K
--NH 8,0 m nur auf KH WZ I, ansonsten 9 Bft
Windzone I
6-8 m
90x 3 mm
ZD90
--NH 8,0 m nur auf KH WZ I, ansonsten 9 Bft
Windzone I
6-8 m
90x 3 mm
ZA90/ZA90K
--NH 8,0 m nur auf KH WZ I, ansonsten 9 Bft
Windzone I
7-10 m
100 x 5 mm
Z100/S100
--NH 10 m nur auf KH
Windzone I
7-10 m
100 x 5 mm
ZI100/ZI100K
--NH 10 m nur auf KH
Windzone I
7-10 m
100 x 5 mm
ZD100
--NH 10 m nur auf KH
Windzone I
7-10 m
100 x 5 mm
ZA100/ZA100K
--NH 10 m nur auf KH
Windzone I
7-10 m
100 x 5 mm
FlagLight-US
--nur auf KH
Windzone I
6-8 m
100 x 5 mm
ZI/ZI100K Kombi
nur auf KH
Windzone I
6-8 m
100 x 5 mm
ZA/ZA100K Kombi
nur auf KH
Windzone I
7, 8, 9, 10, 12 m
114-177 mm
-K/K-BY
-NH 12 m nur auf KH
Windzone I
7, 8, 9, 10, 12 m
114-177 mm
-KI
-NH 12 m nur auf KH
Windzone I
7, 8, 9, 10, 12 m
114-177 mm
-KIT
-NH 12 m nur auf KH
Windzone I
7, 8, 9, 10, 12 m
114-177 mm
-KIK

-NH 12 m nur auf KH
Windzone I
7, 8, 9, 10, 12 m
114-177 mm
-KA-W
-NH 12 m nur auf KH
Windzone I
7, 8, 9, 10, 12 m
114-177 mm
-KA-K
-NH 12 m nur auf KH
Windzone II
6 m
98/113 mm
--EA-W100(K)
Windzone II
7 m
98/113 mm
--EA-W100(K)
Windzone I
8 m
98/113 mm
--EA-W100(K)
Windzone II
8-9 m
118/138 mm
--EA-W120(K)
Windzone I
10-12 m
118/138 mm
--EA-W120(K)
NH 12 m nur auf KH
unbeflaggt 160 km/h
7, 8, 9, 10 mm
120-140 mm
-GfK-KA
-keine statische Berechnung nach DIN EN 1991-1-4/NA
unbeflaggt 160 km/h
7, 8, 9, 10 mm
120-140 mm
-GfK-KIT
-keine statische Berechnung nach DIN EN 1991-1-4/NA
unbeflaggt 160 km/h
7, 8, 9, 10 mm
120-140 mm
-GfK-KIK
-keine statische Berechnung nach DIN EN 1991-1-4/NA
unbeflaggt 160 km/h
7, 8, 9, 10 mm
120-140 mm
-GfK-KAT
-keine statische Berechnung nach DIN EN 1991-1-4/NA
unbeflaggt 160 km/h
7, 8, 9, 10 mm
120-140 mm
-GfK-KAK
-keine statische Berechnung nach DIN EN 1991-1-4/NA
Windzone I
7, 8, 10, 12 m
125-200 mm
-K-Edelstahl
-nur auf KH
Windzone I
7, 8, 10, 12 m
125-200 mm
-KIT-Edelstahl
-nur auf KH
Windzone I
7, 8, 10, 12 m
125-200 mm
-KIK-Edelstahl
-nur auf KH
9 Bft (88 km/h)
7-9 m
100 x 3 mm
ZA/ZI100-Edelstahl
--NH 9,0 m nur auf KH
9 Bft (88 km/h)
6-8 m
100 x 5 mm
TMZ100/TMZ100-SFS/TMZ100-KHV
--
9 Bft (88 km/h)
6-7 m
176/188x76 mm
-TMK/TMK-HV
-

Von der Redaktion des Fahnenzentrums Neumeyer-Abzeichen, seit 1986. Zuletzt aktualisiert am 04.11.2026.